Willkommen im Klangheilzentrum

Ein offener Raum für die heilsame Kraft von Stimme und Klang.

Sabine hat mit dem Bayerischen Rundfunk telefoniert. Die haben jetzt, Wolfgang zu Ehren, die Sendung von 2015 nochmal online gestellt. Ihr könnt nochmal rein hören. Hier der Link:

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/eins-zu-eins-der-talk/wolfgang-friederich-eins-zu-eins-der-talk-100.html

 

Der Abschied von Wolfgang war schmerzlich, tränenreich, innig, schön, klangvoll, still, laut und durch seinen kleinen Enkel sogar auch manchmal fröhlich.... was wohl den meisten gut getan hat.

Es war tröstlich und schön, euch alle „dabei“ zu wissen. In der Aussegnungshalle war die Anzahl der Teilnehmer streng begrenzt. Die Stühle standen in 2 m Abständen verteilt im Raum. An der Stirnseite stand ein Foto von Wolfgang und die Urne. Gerade da hat es gut getan, euch alle zu spüren, zu wissen, dass eben nicht jeder ganz allein auf seinem Stuhl saß. Durch den vorgeschriebenen Abstand war da nämlich keiner, der mal die Hand hielt, keine Berührung. Sarah hat Tonaufnahmen zusammengestellt. Teile aus seinem Interview und seine Lieder „schläft ein Lied“, „Morgengebet“ und „lass uns den Augenblick leben“ und Klaviermusik. Es war so berührend seine Stimme zu hören und.... ich denke wir haben alle mitgesungen. Unter den Masken war das nicht leicht, aber ich konnte sehen, dass auch die anderen gesungen haben. Auf dem Weg zu seinem Baum haben wir dann „the river it is flowing“ und „earth am I“ gesungen. Philipp und ich (Heike) haben dazu getrommelt. Dann hat Philipp noch die Idee gehabt „Erde meine Mutter zu“ singen. Am Baum hatte dann jeder, der wollte, die Möglichkeit, Blumen niederzulegen und etwas zu sagen. Manche laut, manche im Stillen. Dazwischen haben wir gesungen, die Lieder, die wir euch schon vorher geschickt hatten. Philipp hat „come, come whoever you are„ gesungen und Diana noch ganz spontan „lonesome Valley“. Das hat Wolfgang sich ganz oft von ihr gewünscht, wenn sie beim Singen war. Silke hat eine wunderschöne Rede gehalten in der sie an alles erinnert hat, was wir mit Wolfgang verbinden. Es hat immer wieder geregnet aber es war nie so schlimm, dass wir die Gitarren nicht hätten auspacken können.

Wie versprochen kommt hier die Wegbeschreibung zu Wolfgangs Baum:

Wolfgangs Baum steht im Waldfriedhof. Er ist direkt am Eingang Zöllerstraße (Kriegerheimstraße). Es ist der Baum Nr. 30 auf der Wiese in Sektion 468 im neuen Teil des Waldfriedhofs, eine Pyramidenhainbuche. Dort steht auch schon ein kleines Schildchen mit seinem Namen. Wer öffentlich kommt, kann mit dem Bus bis zum Lorettoplatz fahren und dort am Eingang hineingehen und im Friedhof gleich wieder rechts abbiegen. Dann ein gutes Stück nach rechts gehen und bei der Sektion 468 wieder rechts. Mit dem Auto oder Radl kann man entweder auch vorne am Lorettoplatz parken und durch den Friedhof gehen oder noch ein ganzes Stück die Zöllerstraße entlang fahren und erst beim hinteren Eingang an der Straße parken. Es gibt überall Pläne und es gibt nur wenige Bereiche mit Baumgräbern im Westfriedhof. Es ist also relativ leicht zu finden.

Besucht ihn, singt, redet mit ihm, trefft euch dort......

Sarah hat versprochen die Tonaufnahme aus der Aussegnungshalle zu schicken. Sobald ich sie habe, werde ich sie für euch auf die Homepage stellen.

Herzlichen Dank an alle die Wolfgangs Beisetzung mitgestaltet haben. Direkt am Baum oder von zu Hause aus. Es hätte Wolfgang gefallen..... es hat ihm gefallen....

In tiefer Verbundenheit

Eure Heike und Silke

und Herzliche Grüße von Sabine, Jannis und Sarah

 

Zudem möchten wir uns alle auch ganz herzlich für die Vielen Beileidsbekundungen bedanken. Vielen Dank, dass ihr alle uns dadurch so mitfühlend unterstützt und getragen habt.

VON HERZEN…….. DANKE

 


Silkes Rede am Baum

Lieber Wolfgang,
 
ich wollte einfach noch einmal DANKE sagen für die schöne Zeit, die wir zusammen erleben durften. Danke für Deine ansteckende Begeisterung, Deine Freude, Deine unerschütterliche Zuversicht, dass man das, was einem wirklich am Herzen liegt, auch ins Leben bringen kann. Dass jeder von uns Möglichkeiten und Talente hat, die man nur in die Welt bringen muss.
 
Danke für die Verlässlichkeit, dass es immer einen Mittwoch gab, an dem man singen und liebe Menschen treffen konnte. Der Mittwoch war Dir heilig. Er musste noch nicht einmal ausfallen, als Du das Klangheilzentrum neu eröffnet hast. Das letzte Singen im Studio Dance Spirit, ein paar Nächte fast durchgearbeitet und schon konnte das Zentrum am darauffolgenden Mittwoch pünktlich eröffnet werden. Und Du hast Dich nie entmutigen lassen. Wenn der neue Raum eine schreckliche Akustik hat, dann kann man etwas dagegen tun, man muss es nicht einfach hinnehmen. Und wie wunderbar hast Du einen innigen, klangvollen und kraftvollen Raum erschaffen zusammen mit vielen begeisterten Helferinnen und Helfern.
 
Danke, dass wir zwölf Jahre lang eine Heimat haben durften in Deinem "großen Wohnzimmer", in das wir alle immer eingeladen waren zum Singen, Tanzen, Reden und Feiern. In wie vielen Festen haben wir die Jahreszeiten gefeiert, in wie vielen Ritualen uns mit der Natur verbunden, geführt vom Klang Deiner Stimme, Deiner Gitarre und Deiner Trommel, haben Deinen Geschichten gelauscht und sind wieder ins gemeinsame Singen abgetaucht. Wie haben wir gestaunt, wenn Deine Finger über die Klaviertasten flogen und Du uns zum "Oh Happy Day" eingeladen hast oder andere Gospels und Oldies hervorgezaubert hast.
 
Danke, dass Du die Herausforderung angenommen hast, uns auch zu komplizierten Tänzen einzuladen. Es hat immer geklappt und allen riesengroßen Spaß gemacht. Danke, dass Du Dich nicht gescheut hast, vierstimmig anzuleiten, und uns damit allen, obwohl die meisten von uns keine perfekten Sängerinnen und Sänger sind, die Möglichkeit gabst, in Harmonien zu baden und auf uns alle stolz zu sein. Die Männer hast Du mit Männerchanten gepäppelt und damit einen wunderbaren treuen Stamm herangezogen. Die Frauen hast Du immer wertgeschätzt und unterstützt. Die Intensität, mit der Du Dich Menschen zuwenden konntest, hat uns immer wieder glücklich gemacht.
 
Deine Aufgeschlossenheit gegenüber allen Kulturen und Religionen hat uns Dinge vertraut gemacht und lieben gelehrt, die wir vorher kaum kannten. Deine Freude über die Sufis und Deine Filme aus Afghanistan haben uns fasziniert und unsere Offenheit gestärkt. Du hast uns die Indianer und ihre Naturverbundenheit, die Kulturen Afrikas mit Trommel und Tanz, die Südsee und die indischen Göttinnen und Götter gleichermaßen nahegebracht.
 
Deine Begeisterung auch für extravagante Gäste aller Art hat die verschiedensten Künstlerinnen und Künstler ins Klangheilzentrum gelockt. Sehr gerne hast Du Deine Chantkolleginnen und -kollegen im Zentrum begrüßt aber auch Musiker aller Art hast Du sehr geschätzt und gefördert, so viel es nur ging.
 
Fördern, unterstützen und heilen war Dir ein großes Anliegen. Die Musikalität in jedem Menschen wecken. Jede und jeder sollte spüren, dass er/sie singen kann, Rhythmus im Körper spüren kann, mit jedem Schritt auf Mutter Erde. Wie viele Trommeln und Rasseln hast Du zur Verfügung gestellt, bei denen man sich einfach versuchen konnte. Oder man durfte ein Monochord kennenlernen oder ein Harmonium an einem Tag spielen lernen, mit deiner ganz eigenen Methode. Und wie vielen Menschen hast du ermöglicht, Gitarre zu spielen, nicht erst lernen und üben zu müssen, sondern spielen und dazu singen, von Anfang an. Weil schon zwei Akkorde für viele, viele Lieder reichen. Generationen von neuen Chantanleiterinnen und Chantanleitern hast Du ausgebildet, so dass das Chanten inzwischen eine feste Größe geworden ist und die Singkreise Teil unserer Kultur geworden sind.
 
Das gemeinsame Singen hat uns so oft glücklich gemacht, euphorisch, das Leben wurde immer wieder bunt und klangvoll. Oft konnte man noch tagelang weiterschweben. Unterstützt und geheilt hast Du aber auch durch Klangheilung, schamanische Arbeit, Gesprächstherapie, Aufstellen mit Lisa Böhm oder einfach durch dein Dasein. Vielen von uns hast Du ein gutes Stück auf dem Weg weitergeholfen. Danke.
 
Danke für Deine unermüdlichen neuen Planungen, Projekte, Ideen. Die großen Liedernächte zusammen mit Philipp, Singen im Kino, Sonnwendfeuer an der Isar und im Westpark, Singen in der Räuberhöhle, an der Mangfall, auf dem Taubenberg, auf La Palma und in Kroatien. Du warst immer im Feuereifer und hast es immer in vollen Zügen genossen.
 
Wie viel schöne Zeit durften wir zusammen verbringen, auch immer wieder zusammen mit meiner Familie, ob an Geburtstagen, Weihnachten, Ostern, zum Baden oder zu langen Gesprächen. Danke für dein Dasein! Es ist so schön, dass wir so ein wunderbares Wegstück miteinander gehen durften.


Wir werden in der kalten Jahreszeit immer wieder Möglichkeiten zum Singen anbieten. Entweder in einem ganz kleinen Kreis in einem Raum oder im Freien. MIt der richtigen Kleidung ist alles möglich. Wir peilen auch mal ein Wintersonnwendsingen an.....
Wir werden dann die Termine hier im Newsletter bekannt geben und auf der Homepage.
Dann können wir euch auch erzählen, wie wir in Wolfgangs Sinn weiter  machen möchten und hoffen alle sehr, dass wir Euch dann wieder sehen werden.  Wolfgang wollte noch genau wissen, wie wir sein Lebenswerk weiterführen werden und er fand meine Idee "ganz schön schön" :-).

Auch das Singen in der Michaelskirche in Lochham wird weiter gehen. Wir haben schon grünes Licht bekommen. Wir hoffen ab Anfang nächsten Jahres. Termine werden hier noch bekannt gegeben.

Im Moment bremst uns Corona aus. Jetzt einen Raum mieten bei diesen Abstandsregeln ist finanziell nicht zu stemmen. Wir hoffen, dass wir im Frühjahr eine neue Heimat finden und dann wieder regelmäßig, wöchentlich mit euch singen können. .... vielleicht tut uns diese Pause auch gut um den Abschied zu verarbeiten, zu uns zu kommen und in aller Ruhe das neue entwickeln können......

.... auf alle Fälle werden wir immer wieder Möglichkeiten finden um auch unter diesen schwierigen Voraussetzungen mit euch zu singen.....

 

 

 


Start der Ausbildung im März 2021......

 

Chant-Intensiv-Wochenende u. 1. Modul der diesjährigen Singleiter-Ausbildung -

 

Jetzt anmelden!!!

18. - 21.03.2021

Kultureller Schwerpunkt:  Unsere eigene Kultur von Europa bis zu Spirituals
Wir beginnen mit einem Überblick über die Welt der Chants, der mantrische Gesänge und der spirituellen Lieder der verschiedenen Kulturen. Sich-Einlassen auf das lauschende, meditative Singen von Taize bis Liedern der Roma. Schwerpunkt:  Einführung in die Technik des Singanleitens.
Ein langes Wochenende auftanken, singen, Tanzen, lauschen.... als Gast beim 1. Modul der Ausbildung

Anmeldung und Infos: info@klangheilzentrum.de oder Tel.:  0170-6746685 - 09907-872179